Die fünf Freiheiten

Die Freiheit, das zu sehen und zu hören, was im Moment wirklich da ist, anstatt was sein sollte, gewesen ist oder erst sein wird.

Die Freiheit auszusprechen, was ich wirklich fühle und denke, und nicht das, was von mir erwartet wird.

Die Freiheit, zu meinen Gefühlen zu stehen, und nicht etwas anderes vorzutäuschen.

Die Freiheit, um das zu bitten, was ich brauche, anstatt immer erst auf Erlaubnis zu warten.

Die Freiheit, in eigener Verantwortung Risiken einzugehen, anstatt immer nur auf Nummer sicher zu gehen und nichts neues zu wagen.

Virginia Satir

Krisenbewältigung – eine Frage der Haltung

Eine Frage der Haltung, so lautet der Titiel von Bodo Janssens neuestem Buch, in dem er beschreibt, wie er als Chef einer Hotelkette die Corona bedingten Einschränkungen überwunden hat,
wie es ihm und seinen Mitarbeitern sogar gelang, gestärkt aus der Krise hervorzugehen.

Er hatte in den Jahren zuvor bereits viele Krisen durchlebt, v.a. persönliche aber auch solche, die weit in sein berufliches Wirken hineinstrahlten, die ihn stark geprägt haben und in deren Folge er sein Unternehmen auf eine nicht alltägliche Art und Weise ausgerichtet hat.
Die flachen Hierarchien ermöglichten es seinen diversen Hotels, sich mit je eigenem Leitbild und eigenen Schwerpunkten, abhängig von der jewileigen Hotelleitung und den Mitarbeitern zu entwicklen.

Nach der Schließung aller Hotels im sog. Lockdown war Janssen am Boden zerstört. Dann jedoch sah er, wie seine Mitarbeiter mit der Situation umgingen:
Sie arbeiteten zusammen, ergriffen die Initiative, brachten sich mit guten Ideen ein – und verbesserten so das Unternehmen an vielen Stellen.

Bodo Janssen ist sich sicher: Ein Unternehmen, das durch einen einzelnen Entscheider geführt wird, hat – v.a. in einer Krise – mit vielen Problemen zu kämpfen. Denn Top-Down-Entscheidungen nehmen den Mitarbeitern das Gefühl der Selbstwirksamkeit – und die Wege werden länger. Gefragt sind dagegen schnelle, durch viele Perspektiven geprägte Entscheidungen, um der Komplexität in einer Krise Herr zu werden. Janssen entschied sich in den frühen Tagen der Pandemie dazu, seine bisherige Strategie der flachen Hierarchien und vollen Transparenz auszuweiten.

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Bewertungen verstellen den klaren Blick auf die Dinge

Das sagte der Psychoanalytiker Wolfgang Schmidbauer, als er in der Zeitschrift „Psychologie Heute“ (05/2017) zu seinem Buch „Helikoptermoral. Empörung, Entrüstung und Zorn im öffentlichen Raum“ interviewt wurde. Recht hat er!

Als Helikoptermoral kennzeichnet er „übersteigerte ängstliche Aufmerksamkeit und hastige Bewertungen ganz ohne Empathie und den Blick für die Zusammenhänge.“ (S. 12)
Daraus entstünden Diskussionen ohne Interesse am Verständnis eines Problems oder einer Fragestellung, verbunden mit einer schnellen Bewertung, einem Schuldspruch.

Dies ist oft in Paarbeziehungen zu beobachten, aber letztlich auch in unserer gesamten Gesellschaft. Schmidbauer konstatiert,, „dass … durch Bewertungen sehr viel Schaden entsteht.“
Sein Eindruck ist, „dass es generell schwerfällt, Sachen unbewertet zu lassen. Das wäre aber in vielen Situationen das Konstruktivste: dass man erst einmal das Werturteil aufschiebt und versucht, den Kontext zu verstehen.“ (S. 12 f)

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Das bin ich mir wert

Viele kennen das: gesteuert sein von den Pflichten des Alltags,
sei es im beruflichen oder auch im familiären bzw. privaten Umfeld.
Im Wissen um die Verantwortung für Familie und Firma reiben wir uns auf, funktionieren – aber zu welchem Preis?

Wo bleibe ich? Was sind meine eigenen Interessen, Freiräume, Wünsche oder Träume?
Was ist mein Thema, mein Interesse, wofür brenne ich?
Was nimmt mich gefangen in positiver Hinsicht, was lässt micht nicht mehr los?

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