Organisationsentwicklung und Menschenbild

Sich Selbsterfüllende Prophezeiung als Folge des in einer Organisation bzw. in einem Betrieb vorherrschenden Menschenbildes

Douglas McGregor (Professor für Management in den USA, 1906 – 1964) forschte über die Mitarbeiterdynamik in Unternehmen. Er gilt als einer der Gründer des modernen Managementgedankens. Nach der von ihm geprägten Theorie X, nach der der Mensch unwillig sei und eine angeborene Abneigung gegen Arbeit habe, muss er gezwungen, gelenkt, geführt und ggf. mit Strafe bedroht werden. Diese Theorie beschreibt eine implizite Grundlage der traditionellen hierarchischen Betriebsführung. McGregor teilte diese Theorie jedoch nicht.

Er vertrat als Gegenthese die Theorie Y, nach der der Mensch über eine intrinsische Motivation verfügt, Arbeit für ihn einen hohen Stellenwert hat sowie eine wichtige Quelle zur eigenen Zufriedenheit ist.

Da sich beide Theorien gegenseitig ausschließen, begegnete er seinen Kritikern mit der Synthese beider Theorien in der Managementtheorie Z mit einer hohen Wertschätzung der Mitarbeiter.

Entscheidend sei, dass die Anwendung der Theorien X und Y sehr gut als sich selbst erfüllende Prophezeiung betrachtet werden kann.

Die Anwendung der Theorie X erfordert es, den Mitarbeitenden strenge Vorgaben zu machen und sie zu kontrollieren. Dies führt in den meisten Fällen zu einem passiven Arbeitsverhalten und zu einer geringen Übernahme von Verantwortung und Engagement. Das tatsächlich entstehende Arbeitsverhalten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entspricht dadurch den Annahmen der Theorie X.

Gleiches gilt analog auch für Theorie Y.

vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/X-Y-Theorie